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Warum ich Radtouren fahre
Seine Sachen zu packen, aufs Rad zu steigen, loszufahren, ohne zu wissen wo man am
Abend sein Zelt aufstellt, an jeder Kreuzung neu zu entscheiden wolang es gehen soll,
das macht den Reiz von Radtouren aus. Seit meiner ersten größeren Radtour zum Gardasee
hat mich diese Art, meinen Urlaub zu verbringen, fasziniert. Man kann auf diesen Touren
vollkommen vom Alltag abschalten. An die Stelle der alltäglichen Probleme, wie: "Was muß
ich für die kommenden Prüfungen lernen", "Welche Termine muß ich einhalten?", "Wie löse
ich die und die Probleme?" treten so banale Fragen wie: "Wo kann ich Trinkflaschen und
Proviant auffüllen?", "Wo kann ich am Abend mein Zelt aufstellen?", "Ist der Weg fahrbar
oder werde ich tragen müssen?". Wenn man diese Hürden nach einem anstrengenden Radltag gemeistert
hat, sitzt man abends vor dem Zelt, hört den Wind in den Bäumen rauschen, spürt die frische
klare Luft auf der Haut, genießt eine weiche Wiese unter der TermARest-Matte und unterhält
sich über die Erlebnisse des Tages wärend der Kocher zischt. Ein Topf voll Nudeln mit heißem
Wasserkakao wird nach einem anstengenden Radltag zu einem Festessen und ein warmer Schlafsack
und eine weiche Wiese als Unterlage das schönste Nachtquartier. Mag sein das sich dies recht
kitschig anhört, aber es ist sicherlich gerade auch diese Lagerfeuerromantik und der Hauch
eines letzten kleinen Abenteuers, der eine mehrtägige Radreise mit Zelt und Kocher zu dem
macht was sie ist.
| Copyright: Christian Flenker, 1999 |